Girls Day - Partnerschule

Das letzte Treffen unseres Comenius-Projektes („octave“) fand vom 5. 5. – 8. 5. 15 statt. Das Thema dieses Treffens lautete „expression“ – das ist ein Untertitel zu der großen Projektüberschrift : „give children a voice“, und damit wird ganz speziell auf die Kinderrechte aufmerksam gemacht!

Die Kollegen aus Hürth haben ein großartiges Programm zusammengestellt! So war für den ersten Tag ein Afrika-workshop organisiert, an dem alle SchülerInnen und LehrerInnen der Schule teilnahmen. In eindrucksvoller Weise arbeiteten die Afrikaner mit uns: wir lernten, uns auszudrücken durch Tanz (Körpersprache), Gesang, Trommeln. Zusätzlich wurde durch PPP und Vorträge aufmerksam gemacht auf die Ungerechtigkeit in der Welt, die Idee der One-world-school  wurde uns erklärt --- wir müssen zusammenarbeiten, hinschauen, ändern! So wie es jetzt in unserer Welt zugeht, kann kein Glück für uns (denen es gut geht) Staaten herauskommen!

Donnerstag präsentierten wir, nachdem mit den am Projekt teilnehmenden Kindern ein Kurzfilm zum Thema „Kinderrechte“ gedreht worden war, unsere mitgebrachten Kunstwerke, die wir zum Thema „MUND“ (als Ausdrucksmittel) mit Pettenbacher Schulkindern gestaltet hatten! Alle teilnehmenden Schulen hatten wunderbare durchdachte Präsentationen!

Natürlich stand auch eine Stadtbesichtigung von Köln, eine Schifffahrt am Rhein und ein Besuch des Domes mit auf dem Programm!

Die einzigen Probleme, die auftauchten und eine Menge Zeit kosteten, war der Streik der DB!- Aber so ist es eben, „wenn einer eine Reise macht…“

Für Frau Buchmann, unsere uns begleitenden Schüler und mich waren es sehr erfüllende Tage. Wieder einmal gelang es, einfach durch den Besuch einer anderen Schule, durch beobachten, wie Schule in Hürth ist, wie die LehrerInnen aus England, Irland mit ihren SchülerInnen, die besondere Bedürfnisse haben, umgehen, viel zu lernen.

Barbara Ecker-Kreuzinger

Und auch Marcel und Manuel haben ihre großteils tollen Erfahrungen gemacht! Sie berichten anschließend selber:

Marcel:

Mittwoch 6. 5.

Wir sind um 7:30 aufgestanden und trafen uns um 8:00 zum Frühstück. Normalerweise esse ich kein Frühstück, aber es gab ein großes Büffet und hat gut geschmeckt.

Nach dem Frühstück sind wir zur Dr. Kürthen Schule gefahren und haben beim Afrikaprojekt mitgemacht. Zuerst waren wir tanzen, dann singen und zum Schluss trommeln. Das war sehr lustig.

Am Nachmittag war das Abschlusskonzert und danach durften wir mit einigen Mädchen und Burschen ins Einkaufszentrum. Dann sind wir mit einem Taxi zum Hotel zurückgefahren und durften uns ein Kebab holen, aber es gab nur Pizza. Die haben wir im Zimmer gegessen und lange ferngesehen.

Donnerstag, 7.5.

Nach dem Frühstück sind wir in die Schule gefahren. Es gibt dort gemischte Klassen von der 1. VS bis…  Alle sind sehr nett zu uns gewesen und haben uns sofort aufgenommen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt in dieser Schule.

Wir haben gemeinsam mit den anderen Schülern einen Film gemacht. Dazu wurden wir im Gesicht schwarz geschminkt.

Nachher sind wir mit der Bahn zur Schifffahrt gefahren. Sie war sehr schön, aber es war ein kalter Wind. Das Wetter war teilweise schön und die Engländer waren sehr nett. Am Abend sind wir alle (mit den Mädels) essen gegangen.

Freitag, 8.5.

Wir waren auf dem Kölner Dom.  

 

Manuel:

Wie waren die Reise und der Besuch für dich? Was willst du dir merken?

Die Kinder waren nett und haben uns sofort aufgenommen. Drei Mädchen haben uns ihre Schule gezeigt und Marcel hat sich verliebt.

Die Schule ist auf keinem so hohen elektronischen Level wie die NMS Pettenbach.

In der Pause mussten alle raus gehen.

Für die Schülerjause musste man Marken kaufen.

Die Gäste aus England und Irland waren sehr nett zu uns.

Für den gemeinsamen Film wurden wir schwarz geschminkt.

Wir haben den Kölner Dom besucht und eine Schifffahrt auf dem Rhein gemacht. Da sah man Burgen, Schlösser und Türme. In Köln sieht man nur wenig Natur, aber viele Häuser.

Es gibt in Köln auch ein Schokolade Museum.

Ein Kölner Taxifahrer hat uns  ein paar neue Sachen beigebracht: BMW= bei Mercedes weggeschmissen! ….

Am Donnerstag waren wir essen .Das Essen war gut, nur der Kakao schmeckte bitter. Insgesamt war das Essen in Deutschland gut.

Die Menschen waren netter als bei uns. Man musste hochdeutsch reden.

Das Wetter war schön, nur am Mittwoch hat es kurz geregnet.

Das Zimmer war schön, die Betten weich, und die Sessel bequem. In der Nacht hörte man die Leute auf der Straße.  Es war laut in der Nacht. Das sind wir nicht gewohnt.

Die Schuldirektorin hat uns jeden Tag mit dem Taxi abgeholt. Die Schule hat nur einen Turnsaal, die Schüler machten die Essensausgabe.

Am Donnerstag aßen wir gemeinsam mit Deutschen, Iren und Engländern in der „Burgschenke“.

Einmal haben Marcel und ich uns eine Pizza geholt und vor dem Fernseher verspeist.

Bei den Afrika Projekt haben wir getanzt, gesungen und im afrikanischen Stil getrommelt. Das war sehr lustig und wir haben neue Tanzschritte gelernt. Aber auch das Singen hat Spaß gemacht.

Nach der Pause hatten wir eine Power Point Präsentation über Afrika. Dabei ging es, dass alle Menschen gleichberechtigt sind, egal ob Mann oder Frau, ob Schwarz oder Weiß-alle Menschen sind gleich klug. Die reichen Menschen sind eigentlich Europäer. Früher wurden die Schwarzen versklavt und Europa hat sich die Länder in Afrika untereinander aufgeteilt. Ohne die Sklaverei wäre Europa nicht so reich. Die Sklaven haben nicht hergestellt was bei ihnen gebraucht wird, sondern für Europa.

Reichtum sollte man teilen und sich nicht damit hinter große, dicke Mauern verstecken. Es ist egal ob man reich ist, wenn alle Armen versuchen es zu bekommen. Die Armen stehlen, weil sie nichts zu verlieren haben.

Nach der Präsentation ging es mit Trommeln weiter, es gibt beim Trommeln auch etwas anderes als nur draufhauen!

Man konnte selbstgemachten Schmuck kaufen und beim Konzert haben alle getanzt und waren gut drauf-mir wurde zwischendurch schwindlig.

Beim Film wurden wir schwarz geschminkt, sodass unsere Gesichter nicht erkannt wurden. Dann haben wir vor der Kamera die Kinderrechte vorgelesen. Iris, die den Film gedreht hat, hat ihn nachher zusammengeschnitten.

 

Mit einer Arbeitswoche im Juni in England, an der Schule aus Poole, endet dieses Projekt. Es muss für die Europäische Kommission ein Abschlussbericht geschrieben werden und Ergebnisse vorgelegt werden.

Wir versuchen für die nächsten 3 Jahre ein neues Projekt mit vielen verschiedenen europäischen Ländern zu bekommen, um unseren SchülerInnen und LehrerInnen weiterhin die Möglichkeit zu geben, Weltoffenheit zu erfahren, Toleranz zu lernen, neugierig zu werden, Mut zu finden neue Wege einzuschlagen. Und so ganz nebenbei hat bis jetzt noch jede/r teilnehmende Schüler/in den Selbstwert gesteigert und gelernt sich auszudrücken, zu sprechen, auch in  fremden Sprachen!

 

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.