Girls Day - Partnerschule

In der Zwischenkriegszeit war es den Kindern von Pettenbach kaum möglich, eine Hauptschule zu besuchen, da nur in Kirchdorf, Wels und Gmunden derartige Schulen bestanden. Erst im Jahre 1939, als Scharnstein eine HS bekam - vorher gab es dort eine Privathauptschule - fuhren alljährlich einige lernfreudige Pettenbacher Kinder dorthin. In den ersten Nachkriegsjahren besuchten Kinder aus Pettenbach auch die umliegenden Hauptschulen von Vorchdorf, Kirchdorf und sogar von Stadl Paura.
Schließlich wurde aus Kreisen der Elternschaft der Ruf nach einer ortseigenen Hauptschule immer lauter. Am 13. Mai 1955 suchte die Gemeinde Pettenbach unter Bürgermeister Radner bei der Landesregierung um die Errichtung einer Hauptschule an.
 
Am 17. Jänner 1959 beschloss der Gemeindeausschuss unter Bgm. Bimminger den Neubau einer Hauptschule.
Schon um Schuljahr 1959/1960 wurde der Hauptschulbetrieb, als Expositur der HS Kirchdorf, mit einer Klasse, die in der VS Pettenbach untergebracht war, begonnen. 46 Kinder besuchten diese Klasse. Erster Klassenvorstand war HL Johann Resch, der von der HS Gutau an die HS Kirchdorf versetzt worden war.
 
Nach der Grundsteinlegung zum Hauptschulbau am 7. Juli 1960 wurden die Arbeiten unverzüglich aufgenommen.
 
Erster der HS Pettenbach wurde Johann Klettner.
 
1962/1963 konnte das Schulhaus fertiggestellt werden. Da 66 Kinder in die erste Klasse übertraten, musste die Klasse geteilt werden, sodass in dem Gebäude, das für 4 Klassen vorgesehen war, 6 Klassen mit 183 Kindern unterrichtet wurden.
 
Im Schuljahr 1966/1967 wurde das 9. Schuljahr eingeführt, was zu einer noch größeren Raumnot führte (7 Hauptschulklassen und 2 PL-Klassen). Am 1. März 1968 wurde daher vom Gemeinderat der Beschluss für einen Erweiterungsbau gefasst. Mit der Planung wurde Architekt DI Kahr aus Gmunden beauftragt.
 
Am 1. Jänner 1970 trat Dir. Johann Klettner in den Ruhestand, der neue Leiter wurde Rudolf Baumgärtel aus Scharnstein.
 
Mit dem Schuljahr 1971/1972 wurde der 2. Klassenzug (B-Zug) eingeführt. Hier wurden Schüler mit geringerer Leistungsfähigkeit unterrichtet, die auch keinen Englischunterricht hatten. Eine weitere Neuerung war die Schülerfreifahrt. In diesem Jahr wurden mit 8 Kleinbussen 380 Kinder zur Schule und wieder nach Hause befördert
 
1972/1973 gab es die ersten Gratisschulbuchaktionen.
 
Am 31. Dezember 1974 trat Dir. Rudolf Baumgärtel in den Ruhestand, und als provisorischer Leiter übernahm HOL Reinhold Braunegger die Leitung der HS Pettenbach. Am 6.Mai 1975 trat HOL Otto Kail aus Kremsmünster als neuer Direktor der HS Pettenbach seinen Dienst an.
 
Zu Beginn des Schuljahres 1975/1976 konnte der Erweiterungsbau der HS abgeschlossen betrachtet werden. In diesem Jahr fuhren zum ersten Mal leistungsstarke Schüler der HS Pettenbach unter der Leitung von Dir. Kail nach England.
 
Seit Ende 1981 gab es Bemühungen, den Hallenbadrohbau umzuwidmen. Gegen Ende 1982 stellte der Kulturkreis unter der Leitung von Architekt DI Pitschmann ein Konzept zur Umwidmung vor, und ab 1985 begann man den Hallenbadrohbau in eine Gymnastikanlage und zugleich Schulkulturstätte mit Bücherei umzubauen.
 
1983 gab es erstmals in der letzten Schulwoche Projekttage für alle Schüler der HS Pettenbach.
 
Im Schuljahr 1985/1986 startete die „Neue Hauptschule“ mit Leistungsgruppen in Deutsch, Englisch und Mathematik. In diesem Jahr wurde an der HS Pettenbach erstmals eine Schwimmwoche für alle Schüler der ersten Klassen in Spital/P. durchgeführt. 1987 wurde unter Bgm. Ing. Fritz Mayr-Kern mit dem Bau einer zweiten Turnhalle begonnen, der alte Turnsaal wurde generalsaniert.
 
Im Schuljahr 1990/91 wurde an der HS Pettenbach unter HL Wolfgang Ecker zum ersten Mal ein Informatikunterricht abgehalten. Im selben Jahr kamen Schüler aus Prag auf Schüleraustauschbasis nach Pettenbach zum Schifahren.
 
Nach langer Bautätigkeit wurde das endlich fertiggestellte Schulkulturzentrum mit der Schulbücherei am 11. Oktober 1991 eingeweiht.
 
1991/1992 wurde beim Schikurs der 2. Klassen in Gosau auch Langlaufen angeboten, was sich in den darauffolgenden Jahren steigernder Beliebtheit erfreute.
 
Im Februar 1994 veranstaltete die Hauptschule erstmals am Faschingsdienstag einen Faschingszug mit anschließendem Faschingskehraus im Garderobentrakt. Der Reinerlös wurde für zusätzliche Lehrmittel und für die Schulbücherei verwendet.
 
Im Juni 1994 stattete eine Schülergruppe aus Pettenbach der Partnerschule Prag einen Gegenbesuch ab.
 
Ab dem Schuljahr 1994/1995 mussten alle Schüler, die den Polytechnischen Lehrgang besuchen wollten, nach Kirchdorf an die dortige Schule pendeln. Am 23. Dezember 1994 trat OSR Dir. Otto Kail nach neunzehnjähriger Arbeit als Leiter in den Ruhestand. Sein Nachfolger als Direktor der HS Pettenbach wurde mit Wirkung vom 1. Jänner 1995 SR Ernst Pramhas.
 
Im Rahmen der Schulautonomie wird an der HS Pettenbach ab dem Schuljahr 1996/1997 besonderer Wert auf die Fremdsprache Englisch und den Informatikunterricht gelegt. Im Schuljahr 1998/1999 wurde die erste Integrationsklasse an der HS Pettenbach eröffnet. Klassenvorstand wurde HOL Karl Kolnberger, als Sonderschullehrer kam Josef Haindorfer aus Gleink nach Pettenbach.
 
Die Theatergruppe „Kunstbrettl AG“ aus Pettenbach führte in diesem Jahr im Kulturarium der HS das Theaterstück „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt auf. In diesem großen gemeinsamen Projekt arbeiten dabei die Hauptschule Pettenbach und der Theaterverein eng zusammen. Gleichzeitig wurden in diesem Jahr die Weichen für die Eröffnung einer zweiten Integrationsklasse gestellt, und im Rahmen der Schulentwicklung ging eine Gruppe von Lehrern in vielen Arbeitsstunden daran, einen Aufenthaltsraum für die Lehrer zu schaffen und das Konferenzzimmer umzugestalten.
 
Mit 30.November 1999 verabschiedete sich HD Ernst Pramhas nach fünfjähriger Tätigkeit als Leiter von der HS Pettenbach, die provisorische Leitung übernahm als dienstältester Lehrer HOL Johann Ohler. Am 1. September 2000 wurde HL Karl Schachinger neuer Direktor der HS Pettenbach. Seit April 1984 war er bereits an der HS Pettenbach als Lehrer für Deutsch, Werkerziehung und Berufskunde tätig.
Gemeinsam mit der Gemeinde Pettenbach wurden im Herbst 2000 die Weichen für dringend notwendige Schulgebäudesanierungen gestellt. Mit der Errichtung eines zweiten Computerraumes wurde der ständig steigenden Nachfrage nach dem neuen und wichtigen Kommunikationsmittel „Computer“ Rechnung getragen. Außerdem wurde in diesem Schuljahr mit dem Projekt „Grüßen ist cool“ besonderes Augenmerk auf das Miteinander in der HS Pettenbach gelegt, um einem harmonischen, freundlichen, wertvollen und sinnvollen Zusammenleben an unserer Schule neue Impulse zu geben.